Harmonisches Zusammenspiel von Mensch und Maschine
Stein

Harmonisches Zusammenspiel von Mensch und Maschine

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Das historische Berliner Schloss gehört – genau wie seine Rekonstruktion – fest zur deutschen Historie. Eine besondere Geschichte erzählt dabei die Wiedererrichtung der Sandsteinfassade mit der Fertigung dreier Portale und einer aufwändigen Wappenkartusche. Die steuerten, in enger Abstimmung mit dem Bauherrn, die Experten der Schubert Steinmetz- und Steinbildhauer GmbH aus Dresden bei. Sven Schubert und sein Team konnten bei ihrer anspruchsvollen und beschwerlichen Arbeit auf die tatkräftige Unterstützung eines Roboters und die Elektrospindeln von HSD Mechatronics zählen.

Gefragt waren besonders bei den feinen Details die handwerklichen und künstlerischen Fähigkeiten sowie das Expertenwissen der 25 involvierten Mitarbeiter rund um Firmengründer und -chef Sven Schubert. Bei den schweißtreibenden und staubintensiven Arbeiten stand ihnen ein robuster Roboter zur Seite. Das Herzstück dieser Werkzeugmaschine kommt von HSD: Die unempfindlichen und zuverlässigen Elektrospindeln widerstehen auch äußerst aggressiven Angriffsversuchen kontaminierten Kühlwassers.

Die Qualität der besagten Spindeln basiert auf reichlich Erfahrung: Das in einem der schönsten Orte Italiens beheimatete Unternehmen entwickelt, fertigt und vertreibt seit über 30 Jahren Elektrospindeln, zweiachsige Fräsköpfe und technologisch moderne Komponenten für die Bearbeitung von Metall, Verbundlegierungen und Holz. Diese Erfahrung spiegelt sich in der weltweiten Verbreitung der Werkzeuge aus Gradara wider. „Viele renommierte Maschinenhersteller setzen auf Spindeln aus dem Hause HSD. Für unsere Partner sind wir ein wichtiger Lieferant, da es sich bei der Motorspindel oder auch beim Fräskopf immer um das Herzstück und wichtigste Element einer jeden Werkzeugmaschine handelt.“ Als zuständiger Area Sales Manager weiß Ferdinand Dannenmann um die Bedeutung langlebiger und funktionaler Produkte für dauerhaften Erfolg und zufriedene Kunden.

Mit leichter Hand

Letztere profitieren von dem Maschinenbauhintergrund und der anwenderorientierten Denkweise des HSDlers: „Bei Elektrospindeln, die in Kombination mit einem Roboter eingesetzt werden, ist immer zu beachten, welche Robotergröße eingesetzt wird. Davon hängt ab, welches zusätzliche Gewicht an den Roboterarmen angehängt werden kann. Für unsere Kunden zählt in der Praxis vor allem, wie dieses zusätzliche Gewicht – in diesem Fall eine Motorspindel – schnell und einfach zum Wechseln aufgenommen werden kann. Das heißt, die Adapterplatten, die Steckerlösungen, die Ankopplung der Schläuche und Kabel müssen dementsprechend prozesssicher und einfach hergestellt sein.“ Das klingt für Sven Schubert nicht nur vielversprechend, das bedeutet für ihn und sein Team eine erhebliche Arbeitserleichterung – mit qualitativ hochwertigen Ergebnissen.

Über drei Jahrzehnte Erfahrung

Der Steinmetz- und Steinbildhauermeister kann auf einen reichhaltigen Erfahrungsschatz zurückgreifen. „Wir rekonstruieren historische Bauten, machen typische Steinmetzarbeiten oder führen Steinbildhauerarbeiten aus. Das können beispielsweise Gesimse, Fassaden oder Skulpturen sein.“ Seit 1990 ist das der Fall, und Schubert trug deutschlandweit tatkräftig und kenntnisreich zum Gelingen einiger symbolkräftiger und kulturell bedeutender Bauwerke bei. Ein entscheidender Auftrag kam direkt aus der Bundeshauptstadt: Für die Rekonstruktion des Berliner Schlosses fertigten die Dresdner die größte Einzelplastik des Baus aus mehreren Teilen und meißelten für die Fassade Schmuckteile aus Sandstein. Dreitausend Elemente wie Adler, Putten, Blumenfestons oder Säulenkapitelle waren das.

„Eine große Geschichte, eine sehr große. Und uns war von da an klar: Jetzt legen wir uns einen Roboter zu. Mittlerweile haben wir dreizehn oder vierzehn Jahre Erfahrung mit ihm. Er nimmt uns die schwere Arbeit ab, die schweißtreibende und staubintensive, sodass wir uns auf die Details konzentrieren können.“ Ergo verfügt die ehemalige Hinterhofwerkstatt heute über einen modernen Maschinenpark und setzt seit einigen Jahren auf moderne Fertigungstechniken.

Und es ward Stein

Am Anfang eines jeden Auftrags steht ein grober Block aus Stein. Und ein kleines Modell aus Ton. Von diesem wird per 3D-Scan ein virtuelles Duplikat erschaffen. Werkzeugwege werden für verschiedene Fräskörper erstellt, je nachdem, wie genau die Figur werden soll. Dann nimmt sich der Roboter des Blocks an und arbeitet die Programme ab. „Bei der Steinbearbeitung wird viel mit Kühlwasser gearbeitet. Dieses Kühlwasser ist mit dem abrasiven Material aus der Bearbeitung kontaminiert und damit sehr aggressiv.“

Das Herzstück

„Schubert setzt unsere ES796er-Baureihe ein. Bei ihr sind alle Außenmaterialien und inliegenden Bauteile, die mit dem Kühlwasser in Berührung kommen, komplett aus Edelstahl gefertigt; damit ist sie vor Korrosion geschützt“, weiß Dannenmann um die Vorzüge der Spindel aus dem Hause HSD und führt weiter aus: „Ein weiterer Vorteil ist die besondere Ausführung der Drehdurchführung. Da wir hier ein Überdrucksystem haben, kann der überschüssige Druck quasi an der Seite abfließen. Bei unserem Dresdner Betrieb hat die Spindel eine maximale Leistung von 18 kW mit ungefähr 40 Nm und eine Maximaldrehzahl von 12.000 Umdrehungen. Das ist für die Steinbearbeitung absolut ausreichend, da man eher im niedrigen Drehzahlbereich unterwegs ist.“

Manuelle Vollendung

Als diplomierter Geologe hat Edgard Scheidewig einen tiefen Einblick in die Zusammensetzung und Struktur von Gesteinen. Als Steinmetz hat er die Bearbeitung von Naturstein von der Pike auf gelernt und gibt nach der Bearbeitung durch den Roboter dem Werkstück den letzten Feinschliff: „Anhand des Werkzettels wird noch mal genau nachgeschaut, welche Ecken noch wie tief ausgearbeitet werden müssen. Das erfolgt dann natürlich per Handarbeit.“

Die beherrschen aber leider nicht mehr viele, und sein Chef Sven Schubert ist froh, dass seine Leute auch Künstler, Historiker, Planer und 3D-Digitalisierungsprofis sind. So beschäftigt er Steinbildhauer, Restauratoren und eben Geologen. Insgesamt sind es je nach Auftragslage zwischen fünfzehn und fünfundzwanzig Mitarbeiter. Auch wenn die Vergangenheit eine bedeutende Rolle für das Unternehmen spielt, hat Schubert die Zukunft fest im Blick und engagiert sich in der Nachwuchsförderung: Im Laufe der Jahre hat der Handwerksmeister mehrere Lehrlinge ausgebildet.

EINGESETZTE PRODUKTE

ES796

ES796

Die Elektrospindel-Baureihe ES7Line S zeichnet sich durch hohe Einsatzflexibilität und hochwertige Komponenten aus Edelstahl aus, für Anwendungen an Glas- und Stein.

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